Was bedeutet gynäkologischen Schmerz?

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Schmerzen im gynäkologischen Fachbereich

Was bedeutet Schmerz?

Die Wahrnehmung von Schmerz im Bewusstsein ist eine aktive seelische Leistung, vergleichbar mit anderen Sinneswahrnehmungen. Schmerzen sind immer ernst zu nehmen, seien es Signale einer körperlichen oder einer seelischen Erkrankung. Schmerzen sind für den Betroffenen belastend, destruktiv. Schmerzen werden oft von der Umgebung des Patienten mit den Ausdrücken „Wehleidigkeit“ und „Einbildung“ bagatellisiert.

Die häufigsten Schmerzformen in der Frauenarztpraxis sind:

  1. Unterbauchschmerzen
  2. Brustschmerzen
  3. Schmerzen beim Sex
  4. Schmerzen am äusseren Genital und in der Vagina

Die Abklärung von Schmerzzuständen ist bisweilen eine dedektivische, spannende ärztliche Tätigkeit. Sie erfordert vom Arzt zuerst ein sehr genaues Hinhören, ein Hören auch mit dem „3.Ohr“ (Michael Balint) der ganzen Persönlichkeit, ein sehr genaues Tasten bei der gynäkologischen Untersuchung und eine akribische Ultraschalluntersuchung mit einem leistungsfähigen Gerät. Nicht selten bringt erst eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) Klarheit.

Die Ursachen von Schmerzen sind sehr manigfaltig: natürliche Schmerzen entstehen z.B. durch Einblutungen während des Eisprunges in den Eierstock oder in die Bauchhöhle. Häufig als Schmerzursache verkannt wird die Endometriose, das Auftreten von blutigen Zystchen in der Bauchhöhle und am inneren Genitale.

Ueberwertet hingegen werden sowohl von Patienten wie von Aerzten Infektionen und Myome als Ursache von Schmerzen. Nicht selten sind Schmerzen verursacht durch psychosomatische Verspannungszustände im kleinen Becken oder durch Störungen in der sexuellen Zufriedenheit. Diese wichtigen Signale müssen unbedingt erkannt werden, denn sie warnen oft vor einer sich anbahnenden Katastrophe im Leben der Patientin.

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